Der Klang der ungespielten Töne Konstantin Wecker

ISBN: 9783548606163

Published: 2006

Paperback

159 pages


Description

Der Klang der ungespielten Töne  by  Konstantin Wecker

Der Klang der ungespielten Töne by Konstantin Wecker
2006 | Paperback | PDF, EPUB, FB2, DjVu, audiobook, mp3, ZIP | 159 pages | ISBN: 9783548606163 | 7.77 Mb

Im Roman Der Klang der ungespielten Töne des Münchner Komponisten, Pianisten und Liedermachers Konstantin Wecker geht es um die Stille. Dies könnte manchen, der den Vollblutmusiker aus frühen Tagen kennt, durchaus überraschen. Es gab Zeiten, so erzählt man sich, da schwebte Wecker manches Mal gegen Mitternacht über eine von seiner damaligen Wohnung in das Kaffee Giesing führende Treppe direkt auf seine Bühne herab. Er setzte sich an den Flügel und malträtierte das Instrument und seine Stimme virtuos aber so kraftvoll und laut, dass man sich bisweilen Sorgen um den Mann machte, der da ganz offenbar -- wer weiß wovor -- in den Lärm flüchtete.

Lärm ist es auch, der Anselm Cavaradossi Hüttenbrenner, dem Ich-Erzähler in Weckers Roman, beinahe endgültig um Hören und Sehen bringt. Es ist der Lärm der kommerziellen Musikindustrie in die der junge Musiker hineingerät, weil er schnell Geschmack an dem schnellen Geld bekommt, das er in den Studios verdienen kann. Um Musik selbst geht es hier niemandem mehr. Doch dann begegnet er eben hier einem Mann namens Karpoff, der von ihm Unerhörtes verlangt: Er solle sich Zeit lassen.

Zum Teufel mit der Zeit! Ich war ungeduldig, voll überschäumenden Temperaments. Ich hasste es, mir Zeit zu lassen. Doch diese Begegnung ist ein Wendepunkt im Leben Anselm Cavaradossi Hüttenbrenners …Ich habe mich verloren und doch alles gewonnen, lässt Wecker Cavaradossi seine Erzählung beginnen.

Nun, da ich mich all dessen entledigen konnte, womit und wofür ich mein Leben lang gelärmt habe, hier, mitten im Trubel der Stadt, begegne ich der Stille. (…) Und so höre ich endlich hinter den Laut, und weil ich höre, sehe ich, und weil ich sehe, weiß ich mich verbunden mit allem, was tönt. Wie Anselm Cavaradossi Hüttenbrenner hat auch Wecker seine Lektion gelernt. Er fürchtet die Stille nicht mehr! Der Klang der ungespielten Töne ist ein -- schöner -- Beleg dafür. Nichts, heißt es an einer Stelle, ist zu vergleichen mit der Glückseligkeit solcher Hingabe an das Wesentliche, da es einen kurz erahnen lässt, was menschenmöglich wäre.

Nichts ist zu vergleichen mit den Freuden der Bescheidenheit nach einem Leben allmächtigen Wahns. --Andreas Vierecke



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